Valle de Anton
Nachdem wir ein paar Tage lang Stadtluft geschnuppert hatten, packte uns die Sehnsucht nach etwas mehr Natur. Also schnappten wir uns einen Mietwagen und steuerten das charmante Bergdorf El Valle de Antón an. Nach einem kurzen Stück auf der berühmten Panamericana bogen wir ab in die Berge – und landeten wenig später mitten in dem Ort, der sich in einem inaktiven Vulkankrater versteckt.
El Valle ist ein Paradies für Wanderer, Naturliebhaber und Vogelbeobachter. Trotz der guten touristischen Infrastruktur wirkt der Ort aber überhaupt nicht überlaufen. Ganz im Gegenteil: Es fühlte sich dort entspannt und authentisch an und die Menschen waren durch die Bank superfreundlich. Wir fühlten uns sofort willkommen.
Nach langer Zeit stand hier auch mal wieder eine Nacht im Zelt auf dem Programm. Und wie das eben so ist mit Dingen, die man lange nicht gemacht hat: Man erinnert sich plötzlich daran, warum man sie nicht häufig macht. Die Nacht war also eher „verbesserungsfähig“. 😉
Einen große Vorteil hat das Zelten jedoch: Man schläft nicht besonders lange. Und so standen wir früh auf und machten uns bei noch angenehm kühlen Temperaturen auf zur Wanderung auf die „La India Dormida“ – eine Bergformation, deren Silhouette an eine schlafende Frau erinnert. Der Aufstieg führte uns auf den Grat mit einem tollen Blick über das gesamte Tal. Und auch wenn wir nach unserer gemütlichen Winterpause etwas ins Schnaufen kamen, fühlte es sich unglaublich gut an, endlich wieder draußen unterwegs zu sein und die Beine zu bewegen.
Nach der Wanderung ging es direkt weiter. In Panama können Entfernungen nämlich ganz schön lang werden – und wir wollten die Zeit mit unserem Mietwagen maximal ausnutzen. Also verbrachten wir die nächsten 4,5 Stunden hauptsächlich auf der Hauptstraße. Landschaftlich… sagen wir mal… überschaubar spannend. Kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir schließlich den bekannten Surferort Santa Catalina.
Und kaum hatten wir das Ortsschild passiert, dämmerte uns schnell: Hier gehören wir nicht zur Hauptzielgruppe. Überall liefen junge, knackige und braungebrannte Menschen herum 🥴. Als sich dann auch noch herausstellte, dass der Campingplatz, den wir ausgesucht hatten, dreimal so teuer und bei weitem nicht so schön wie beschrieben war, trafen wir eine spontane Entscheidung: Hier bleiben wir nicht. Zum Glück entdeckten wir kurz darauf eine ruhige Unterkunft mit Pool etwas außerhalb des Ortes und dort machten wir es uns für zwei Tage erst mal so richtig gemütlich.














