Noca Scotia
Manchmal hat man einfach Glück. An unserem letzten Tag auf Prince Edward Island fuhren wir ohne Reservierung zum Fährhafen und siehe da: Aufgrund einer Verspätung lag die Fähre noch im Hafen, und wir kamen als letztes Fahrzeug ohne jegliche Wartezeit an Bord. 70 Minuten später rollten wir dann sogar als Erste in der für uns neuen Provinz Nova Scotia von Bord. Tipptopp!
Wir bogen direkt vom Highway auf eine einsame Landstraße ab und durchquerten das dünn besiedelte Hinterland in Richtung Atlantikküste. Dabei sprang uns sofort die herrliche Aufschrift auf den Nummernschildern ins Auge: „Nova Scotia – Canada’s Ocean Playground“.
An der Küste östlich von Halifax angekommen, stellten wir fest, dass dieser Teil der Provinz für Touristen offenbar nicht allzu interessant ist. Es gab faktisch keinen Verkehr und wir fuhren durch kleine, urige Fischerdörfer und genossen die Ruhe.
In der Hauptstadt Halifax beziehungsweise in der Nachbarstadt Dartmouth angekommen, war natürlich deutlich mehr Trubel. Das interessierte uns zunächst jedoch wenig, denn wir bogen direkt ins Industriegebiet ab und legten einen kompletten Shopping-Tag ein. Nach diversen Besorgungen in Supermärkten gipfelte dieser spätnachmittags mit einem Besuch bei IKEA, und aus einem „Wir schauen nur mal“ wurde eine prall gefüllte gelbe Tasche. 😅 So bekam unsere Vandy endlich wieder ein paar schöne und praktische Accessoires.
Nach der Kauforgie hatten wir erst einmal keine Lust mehr auf Sightseeing. Also ließen wir die Stadt hinter uns und erkundeten stattdessen die Westseite Nova Scotias. Peggy’s Cove, ein süßes Fischerdorf mit fotogenem Leuchtturm, war leider ziemlich überlaufen. Dennoch schaffte es der Ort, seinen Charme zu versprühen, und bot an nahezu jeder Ecke ein neues Fotomotiv.
Auch in Mahone Bay und Lunenburg, zwei ebenfalls hübschen Orten mit deutscher Siedlungsgeschichte, war einiges los. Es war schließlich immer noch Ferienzeit, und das schöne Wetter lockte die Menschen an die vielen reizvollen Orte, Buchten und Küstenabschnitte der Provinz.
Nachdem wir Nova Scotia beinahe komplett umrundet hatten, bogen wir in Digby, der Jakobsmuschel-Hauptstadt, wieder in Richtung Halifax ab.
Nova Scotia zeigte sich von seiner allerbesten Seite und überraschte uns sehr positiv. Wir hatten mit einer rauen Küste, einem ungemütlichen Atlantik und einfachen Fischereihäfen gerechnet. Stattdessen erwarteten uns Badestrände, geschützte Buchten und urige Orte.















































