Atlin Lake
Wir erreichten das Ende des Cassier-Highways, fuhren über die Staatsgrenze von British Columbia nach Yukon und bogen auf den Alaska Highway ab.
Erstes Ziel: ein kleiner Abstecher in die falsche Richtung nach Watson Lake. um uns dort die (einzige) Attraktion des Ortes anzusehen: den Schilderwald.
1942 machte sich ein in Watson Lake stationierter US-Soldat aus Heimweh den Spaß und hängte ein Schild mit dem Namen seines Heimatortes „Danville“ in Illinois auf. Tja und das war dann der Startschuss für Durchreisende aus aller Herren Länder sich dort mit einem Schild aus ihrem Heimatort zu verewigen. Der „Schilderwald“ ist für viele ein wichtiges Highlight auf der Strecke in den Norden Kanadas und zählt zwischenzeitlich über 120.000 Exemplare…Wir hatten das überhaupt nicht auf dem Schirm und lasen erst kurz davor zufällig darüber. 🙈 Wir guckten uns das Ganze an, suchten vergebens nach einem Schild aus unserer Heimat Franken (gefühlt war nämlich jedes zweite Schild aus Deutschland) und stellten fest: dafür kann man schon einmal eine Pause vom Fahren einlegen, aber eine Attraktion war das für uns jetzt nicht. Das für uns größere Highlight in dem Ort war die saubere Dusche und die wohltuende Sauna des Freizeitzentrums, die wir für einen kleinen Obolus benutzen durften. Für uns zählen halt die einfachen Dinge im Leben 😜.
Danach fuhren wir den Highway weiter gen Westen, um nach 350 Kilometer nochmals einen 100 Kilometer langen Abstecher zurück nach British Columbia und zum Atlin Lake zu unternehmen. Die Anfahrt zum See bot bereits tolle Ausblick auf schneebedeckte Gletscher, wir sahen wieder mampfende Schwarzbären am Straßenrand und fanden auch wieder sehr schöne Stellplätze in Ufernähe. Als wir in dem kleinen verschlafenen Ort Atlin dann sogar noch ein richtig uriges Café fanden, war die Welt für uns perfekt. 😊

























