Gros Morne NP
…keine Elche
Wir fuhren an die Westküste Neufundlands, wo ein ganz besonderes Highlight auf uns wartete: der Gros Morne Nationalpark, gelegen am nördlichen Ausläufer des Appalachen-Gebirges.
Der Park beherbergt einige außergewöhnliche Landschaften. Da sind zum einen die Tablelands, eine karge, hügelige Gegend, deren rötliches Gestein ursprünglich aus dem Erdmantel stammt. Gleich gegenüber findet man mit den Green Gardens das genaue Gegenteil: eine überraschend üppig bewachsene Küstenlandschaft. Und nur wenige Kilometer weiter liegt der Western Brook Pond, ein ehemaliger Fjord, der inzwischen vom Meer abgeschnitten ist. Verrückt.
Wir erreichten den Park bei Regen, hatten dann aber das Glück, dass sich das Wetter in den nächsten Tagen besserte. So konnten wir einige Wanderungen trocken und teilweise sogar bei schönstem Sonnenschein unternehmen. Nur mit unserer Bootsfahrt auf dem Fjord hatten wir kein Glück. Kaum waren wir am Anleger angekommen, nahm der Wind so stark zu, dass die Tour abgesagt wurde. Schade, aber kein Beinbruch. Viel enttäuschter waren wir darüber, dass wir keinen einzigen Elch und keinen Schwarzbären zu Gesicht bekamen, obwohl sich hier die größte Elchpopulation der Insel befinden soll.
In den letzten Tagen auf Neufundland fuhren wir dann noch ganz in den Norden der Insel. Dort genossen wir noch einmal die großartige Küstenlandschaft, sichteten zumindest eine kleine Herde Karibus und besuchten ein ehemaliges Wikingerdorf. Hier fühlten wir uns tatsächlich mal wieder wie am Ende der Welt angekommen.























