Osa Halbinsel

6. April 2026 Costa Rica

Die Osa‑Halbinsel im Südwesten gilt als eines der „biologisch intensivsten Gebiete der Erde“. Was für ein Slogan 😍 – und tatsächlich fühlt sich hier alles nach purer Wildnis an. Das Herzstück ist der Corcovado‑Nationalpark, berühmt für dichten Regenwald, unberührte Natur und eine Artenvielfalt, die von Tapiren bis hin zu Jaguaren reicht. Klar, dass wir dort unbedingt hinwollten.

Zuerst steuerten wir einen Campingplatz an, den die früheren Overlander Steffi und Karsten betreiben. Er liegt in der Nähe von Puerto Jiménez, einem kleinen Hafenort und einem der Ausgangspunkte für Touren in den Nationalpark. Ganz nett, aber abgesehen von ein paar Stränden hatte der Ort für uns nicht allzu viel zu bieten. Dafür verbrachten wir zwei richtig schöne Abende mit unseren Gastgebern (inklusive hervorragender Pizza aus dem Steinofen) und mit Emiliano und Melissa, zwei Motorradreisenden, die neben uns ihr Zelt aufschlugen.

Danach machten wir uns auf den Weg nach Drake Bay, das deutlich abgelegener liegt und nur über eine rund 30 Kilometer lange Piste erreichbar ist. Die Fahrt war landschaftlich großartig, aber auch anstrengend. Lustigerweise hatten Emiliano und Melissa dasselbe Ziel und sogar dieselbe Unterkunft gebucht. Drake Bay liegt direkt an der Grenze zum Nationalpark, eingerahmt von Meer und Dschungel. Zu viert unternahmen wir eine wunderschöne Wanderung entlang einsamer Strände und sahen dabei unzählige Affen und Papageien. Die Rückfahrt auf der Ladefläche des Taxis war dann das perfekte, leicht abenteuerliche Tagesfinale.

Für den nächsten Morgen hatten wir eigentlich eine Wandertour im Nationalpark geplant – mit der Hoffnung, vielleicht einen der seltenen Tapire zu sehen. Am Abend erfuhren wir jedoch, dass unsere Reservierung wegen fehlender Angaben storniert worden war. Die Tour an einem der Folgetage nachzuholen, passte zeitlich nicht mehr. Ärgerlich… aber gut, dann müssen die Tapire eben noch ein bisschen auf uns warten 🥴.

    Schreib uns doch mal!