Seward

23. August 2025 USA

Je weiter wir gen Süden tuckerten, desto tiefer tauchten wir ein in die Kenai Peninsula. Ein weiterer Abstecher vom Highway brachte uns nach Seward. Ein quirliges Hafenstädtchen, das sich als Tor zum Kenai-Fjords-Nationalpark einen Namen gemacht hat. Hier legen Kreuzfahrtschiffe an, Touristen wuseln durch die Straßen, und trotzdem hat sich der Ort seinen ganz eigenen Charme bewahrt. Zwischen Souvenirshops und Seafood-Restaurants versteckt sich ein kleines historisches Zentrum, das fast ein bisschen aus der Zeit gefallen wirkt.

Unser Nachtlager schlugen wir etwas außerhalb der Stadt auf – mitten in einem trockenen Flussbett. Von dort aus starteten wir eine Wanderung zum Exit Glacier, und das Wetter meinte es richtig gut mit uns: blauer Himmel, klare Sicht, und die Gletscherwelt präsentierte sich in voller Pracht. Ein echtes Postkartenmotiv, nur dass wir mittendrin standen.

Am nächsten Morgen dann der Wetterumschwung: die Berge hüllten sich in Nebel, die Fernsicht war dahin, und ein feiner Nieselregen begleitete uns. Aber hey – perfektes Timing für eine gemütliche Wanderung durch den Wald entlang des Fjords. Ach ja – Bärenspray war natürlich wieder mit im Gepäck. Hier draußen ist es nicht unüblich auf einen Bären zu treffen. Inzwischen sind wir Profis im „Lärm machen“: reden, klatschen, singen (nicht schön, aber laut), und immer schön nach frischen Spuren Ausschau halten. Und ja, wir haben tatsächlich welche entdeckt – frischer Bärenkot, Tatzenabdrücke im Schlamm und Kratzspuren an den Bäumen. Schon immer ein bissi aufregend…

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