Toronto
Am Tag nach dem Besuch der Niagarafälle machten wir uns noch vor dem ersten Kaffee auf den Weg nach Toronto, um dem berüchtigten Pendlerverkehr aus dem Weg zu gehen. Der Plan ging auf, und wir kamen ziemlich stressfrei an unserem Stellplatz im Zentrum an. Unser Platz für die Nacht war eine einfache Parkbucht entlang eines Stadtparks. Eigentlich nichts besonders Erwähnenswertes – wäre da nicht die Tatsache, dass wir zwischen alten, ziemlich heruntergekommenen Wohnmobilen und Anhängern standen, die dauerhaft von ihren ansonsten obdachlosen Eigentümern bewohnt wurden. Also keine allzu prominente Gegend, aber hey: Unsere Vandy fiel zwischen all dem Schrott überhaupt nicht auf. 🙈
Toronto selbst war seit Langem mal wieder eine Großstadt auf unserer Route und eine willkommene Abwechslung. Leider verhüllte der Smog erneut den Himmel, und die berühmte Skyline versteckte sich hinter dichtem grauen Dunst. Später zog auch noch Regen auf … aber wir ließen uns nicht unterkriegen und unternahmen dennoch einen ausgiebigen Stadtbummel.
Vor allem die farbenfrohe Graffiti Alley ließ uns das triste Wetter schnell vergessen.
Danach probierten wir die ersten Poutine unseres Lebens – Pommes mit Bratensoße und Käse. Klingt nicht so lecker? War es auch nicht …
Immerhin waren wir danach wieder gestärkt für etliche weitere Kilometer durch die Stadt und über die Uferpromenade. Auf dem Rückweg kamen wir noch am Distillery District vorbei, und an dessen schön hergerichteten Läden, Restaurants und Bars blieben wir noch eine Weile hängen. Vor allem, weil dort auch das Halbfinale der Fußball‑WM übertragen wurde. Die großen Leinwände sahen wir als Zeichen, dass wir uns zumindest ein Spiel anschauen sollten. Und so war es dann auch: tolles Ambiente, angenehme Menschen und ein aufregendes Spiel.
Und siehe da – am nächsten Morgen klarte sogar der Himmel auf, und wir konnten doch noch einen klaren Blick auf die Skyline erhaschen. Ein super Abschied von der Stadt. 👍































