Tortuguero-NP
Nach der Tour durch den Faultier-Park fuhren wir etwa eine Stunde weiter in den abgelegenen Ort Pavona. Dort stellten wir unser Auto ab und stiegen in ein Boot um, das uns durch Kanäle und Wasserwege zu unserem Ziel „Tortuguero“ brachte. Schon während der Fahrt mit dem Wassertaxi sahen wir die ersten Tiere – das fing doch schon mal gut an.
Tortuguero liegt an der nördlichen Karibikküste, komplett vom Wasser umschlossen, und wird nicht ohne Grund „Amazonas Mittelamerikas“ genannt. Der Ort ist nur per Boot oder Flugzeug erreichbar und versprüht dadurch eine Art Inselvibe. Wir blieben zwei Nächte und machten im benachbarten gleichnamigen Nationalpark eine geführte Kanutour sowie eine kleine Wanderung durch den Dschungel. Die angepriesene nächtliche Strandwanderung zu den eierlegenden Schildkröten ließen wir aus – das hatten wir in Mexiko schon mehrfach erlebt.
Am meisten beeindruckte uns tatsächlich die Hin‑ und Rückfahrt mit dem Motorboot. Auf dem Weg nach Tortuguero lief unser Boot nicht richtig, sodass wir bei strahlendem Sonnenschein ganze zwei Stunden unterwegs waren. Durch das langsame Tempo konnten wir unglaublich viele Tiere entdecken – Vögel, Leguane, Kaimane – sogar mehr als später bei der Kanutour mit Guide. Auf der Rückfahrt regnete es in Strömen und wir sahen deutlich weniger, aber das Erlebnis war trotzdem etwas ganz Besonderes.























