Montreal
Von Toronto aus hangelten wir uns entlang des Lake Ontario, an dessen Stranddünen wir noch zwei gemütliche Badetage einlegten. Danach blieben wir weiter am Wasser – nun jedoch am Ufer des Sankt‑Lorenz‑Stroms. Die Gegend dort war wirklich entzückend: Die Häuser und Orte wirkten, als wären sie einem englischen Heimatfilm entsprungen, und auch die Ortsnamen klangen britisch.
In der Kleinstadt Cornwall machten wir eigentlich nur kurz Halt, um ein paar Besorgungen zu erledigen – und blieben dort kurzerhand hängen. Wir wurden von so vielen Menschen so freundlich angesprochen, dass die Zeit einfach verflog. Und dann wurden wir im Supermarkt auch noch auf Schweizerdeutsch begrüßt und direkt zum Abendessen eingeladen.
So eine nette Geste nahmen wir natürlich gerne an, und schwuppdiwupp saßen wir bei Alida und Reinhold im Wohnzimmer, bekamen leckere Lasagne und selbst gebackene Schwarzwälder Kirschtorte und hatten einen herrlich kurzweiligen Abend mit den beiden. Leider haben wir beim Abschied nicht daran gedacht, ein Foto zu schießen – aber auch ohne werden uns die beiden immer in Erinnerung bleiben.
Am nächsten Tag verließen wir die Provinz Ontario in Richtung Québec, und plötzlich verstanden wir nur noch Bahnhof. Wir waren im französischsprachigen Teil Kanadas angekommen. Als Erstes stand ein Stadtbummel durch Montreal auf dem Programm.
Die quirlige, aber dennoch gemütliche Stadt mit ihrem europäischen Flair hat uns richtig gut gefallen: öffentliche Plätze mit einladenden Sitzgelegenheiten, breite Fußgängerzonen, nette und gut besuchte Cafés und Restaurants, hippe Stadtviertel und einfach diese entspannte Atmosphäre. Wir liefen wieder einige Kilometer, holten uns einen anständigen Sonnenbrand und lernten am Abend noch ein nettes Pärchen aus Bayern auf unserem Stellplatz kennen. Ein rundum schöner Tag.























