Skagway

25. Juli 2025 USA

Wir erreichten Whitehorse, die Hauptstadt des Yukon und freuten uns nach all den Tagen auf der Straße mal wieder auf die Annehmlichkeiten der Zivilisation. Obwohl uns die Stadt mit wohligen 24 Grad empfing, steuerten wir als erstes das Freizeitzentrum an und frönten unserem neuen Hobby: Schwimmen im Hallenbad und schwitzen in der Sauna und im Dampfbad. Herrlich 😊

Die Stadt am Yukon River war jedoch so klein und übersichtlich, dass wir ziemlich schnell mit unserem Programm durch waren und unseren geplanten Aufenthalt von zwei Nächten auf eine reduzierten. Wir stockten noch ein paar Lebensmittel auf, machten einen kurzen Stopp am Miles Canyon und bogen dann auf den Klondike Highway ab.

Dort trafen wir am kleinen, aber schön leuchtenden Emerald Lake wieder auf Maja und Sebastian, die wir vor ein paar Tagen am Cassiar Highway kennengelernt und mit denen wir schon ein paar gemütliche Abende miteinander verbracht hatten. Auch dieser Abend wurde wieder sehr lustig und außergewöhnlich feuchtfröhlich. Entsprechend langsam und gedämpft starteten wir in den nächsten Tag und kamen auch nicht wirklich weit… ganze 60 Kilometer, um genau zu sein, mit langen Pausen an einer Mini-Wüste und im kleinen Örtchen Carcross. 🤣 Nachmittags bezogen wir dann bereits unseren Stellplatz für die Nacht, ziemlich malerisch am Tutshi Lake mit Blick über den See und auf schneebedeckte Gipfel, und ließen den Tag ganz entspannt ausklingen.

Ausgeschlafen und wieder fit überquerten wir am nächsten Morgen die Grenze nach Alaska, um uns das Städtchen Skagway am Chilkoot-Fjord anzusehen. Skagway entstand während der Zeit des Klondike-Goldrausches, als Glücksuchende aus aller Herren Länder hier im Hafen anlandeten. Heimgesucht wird das Städtchen auf dem Schiffswege heute noch – täglich fallen Tausende von Kreuzschifffahrtstouristen hier ein. Daher hatte der Ort eher den Charme von Disneyland. Aber wir erfuhren zumindest einiges über die spannende und verrückte Zeit des Goldrauschs, in der Gesetze nicht existierten und die so viele Menschen, auf der nach vergeblichen Suche nach schnellem Reichtum, für einen kurzen Zwischenstopp hierherkommen ließ.

Nach unserem kleinen Stadtbummel reihten wir uns in die Warteschlange für die Fähre ein, die uns in einer nur einstündigen Überfahrt über den Fjord nach Haines bringen sollte. Dort warteten und warteten und warteten wir… um dann endlich, mit über vier Stunden Verspätung, in Richtung Schiff zu rollen. Endlich ging es los, dachten wir zumindest. Wäre da nicht dem Fahrer des Miet-Campers vor uns das tief hängende Kloabflussrohr an der Auffahrrampe hängen geblieben. Was für eine Sauerei das war, die natürlich erst entfernt werden musste, bevor es weiter ging. 😳 Das wünscht man echt keinem… Aber der Schweizer nahm das Ganze völlig gelassen – Respekt! Und am Ende kamen wir dann doch auch noch aufs Boot.👍

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