Big-Island

2. Mai 2025 USA

Vor knapp drei Wochen hatten wir eine spontane Eingebung, die sich sofort so gut anfühlte, dass wir sie direkt in die Tat umgesetzt haben.
Wir stellten uns die Frage: Wie verbringen wir die Zeit sinnvoll, bis der Frühling im Norden Amerikas so richtig ankommt?
Antwort: Hawaii liegt doch vor der Tür und die Flüge kosten „fast nichts“. Das wäre doch die Gelegenheit… gesagt, getan und daher nun ein sonniges Aloha aus Kona (Big Island), Hawaii!

Unser Flug von Seattle nach Kona katapultierte uns von Daunenjacken- in T-Shirt-Wetter und das Inselfeeling setzte sofort bei uns ein. Wir holten unseren Mietwagen für die nächsten Tage und erreichten kurz vor Sonnenuntergang unsere Unterkunft. Gerade noch rechtzeitig, um beim letzten Tageslicht unser Zelt aufzubauen. Denn auch wenn die Flüge günstig waren, die Hotels waren es nicht und daher hatten wir uns mit Camping-Ausrüstung eingedeckt und planten Hawaii mit dem Zelt zu erkunden.

Unseren Schweizer Reisefreunden Vivien und Dario, die wir auf ihrem Weg in Richtung Kanada nochmals auf einen kurzen Kaffee in Seattle getroffen und von unserem „Inselurlaub“ erzählt hatten, setzten wir auch gleich noch einen Floh ins Ohr und die beiden stießen an unserem dritten Tag in Kona spontan zu uns.

Wir verbrachten 10 wunderbare Tage auf der Vulkaninsel Kona. Unser erster Campingplatz war bereits ein absolutes Highlight. Wir schliefen direkt am Strand in einer Bucht, in der sich Delfine von der nächtlichen Jagd ausruhten. Es war einfach unglaublich, diese wunderbaren, eleganten Tiere so nahe beobachten zu können und mit etwas Glück begegnete man ihnen auch hautnah beim Schwimmen. Ein unbeschreibliches Gefühl sie erst zu hören, bevor sie dann direkt unter oder neben einem auftauchten. Da ging doch glatt mal wieder ein lang ersehnter Kindheitstraum in Erfüllung.

Außer mit Delfinen zu schwimmen unternahmen wir auch sonst einiges, legten dabei über 1.200 Kilometer auf der Insel zurück und wechselten zweimal den Zeltplatz. Wir entdeckten diverse großartige Strände und Buchten, schnorchelten viel und besichtigten den aktiven Vulkan “Mauna Loa”. Nur bei der Fahrt zum höchsten Berg der Insel, dem 4.205 Meter (!) hohem “Mauna Kea” hatten wir leider etwas Pech mit dem Wetter. Wir checkten die Webcam am Gipfel, da der Berg sich gerne in Wolken und Nebel hüllt und fuhren eines morgens bei toller Sicht, ausgestattet mit allem, was wir an warmen Klamotten dabei hatten, los. Bei Ankunft 1,5 Stunden später war von der tollen Aussicht aber leider nix mehr übrig und aufgrund der dichten Nebelsuppe ersparten wir uns die letzten Tausend Höhenmeter und den Temperatursturz auf -1 Grad am Gipfel. Schade, das wäre sicherlich noch ein tolles Erlebnis gewesen.

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