La Fortuna
Durch die Navigation mit Google Maps landen wir hin und wieder in Gegenden, die vermutlich nur selten Touristen zu Gesicht bekommen. 🤣 Diesmal entpuppte sich die „15 Minuten längere Option“ zur langweiligen Hauptstraße als eine 30 Kilometer lange Schotterpiste durch das bedeutendste Anbaugebiet Costa Ricas. Wir fuhren entlang der riesigen Bananenplantagen von Chiquita, den Ananasplantagen von Fresh Del Monte (Costa Rica ist der führende Exporteur dieser Frucht) und endlosen Palmölplantagen unbekannter Betreiber. Außer uns waren nur Schwerlaster und Plantagenarbeiter unterwegs – und vermutlich fragten sie sich genauso wie wir, was wir hier eigentlich machten. Trotzdem war es sehr interessant, diese ganz andere Seite des Landes zu sehen. Daher: danke Google – auch wenn sich der Umweg als deutlich länger und beschwerlicher herausstellte. 🙏
In La Fortuna angekommen, steuerten wir direkt unseren Campingplatz an. Da es hier viel regnet, hat der Inhaber einen witzigen Regenschutz entwickelt: Wir zelteten in einem extra dafür erbauten kleinen Häuschen – mit Tür, Regal und Licht. 😳 Und das war eine gute Entscheidung, denn das Wetter wechselte quasi im Minutentakt. Nur der Nebel blieb konstant und verdeckte den nahegelegenen Vulkan Arenal während unseres gesamten dreitägigen Aufenthalts.
La Fortuna ist eine Touristenhochburg, die Reisenden das Gesamtpaket aller typischen costa‑ricanischen Sehenswürdigkeiten bietet (abgesehen von Meer und Strand): Vulkan, Wasserfälle, heiße Quellen, Urwald, geführte Tierbeobachtungstouren, Kaffee‑ und Kakaoplantagen sowie Abenteuertouren wie Ziplining. Entsprechend groß war der Trubel.
Unser Interesse galt eigentlich nur dem Vulkan, den wir leider nicht zu Gesicht bekamen, sowie dem „Fortuna Wasserfall“, der sich aus dem Regenwald heraus über 70 Meter in die Tiefe stürzt. Der Wasserfall war wirklich beeindruckend, und der Abstieg über 500 Stufen zum Becken war toll angelegt – was er bei 20 USD Eintritt pro Person und den täglichen Busladungen an Besuchern aber auch sein sollte. Glücklicherweise erwischten wir ein kurzes sonniges Fenster zwischen den Regenschauern und kamen ziemlich trocken davon.
Den Rest der Zeit verbrachten wir im Garten unseres Zeltplatzes. Mit uns wohnten dort Faultiere, Frösche, Vögel und allerlei riesige, seltsame Insekten. Das Zirpen, Zwitschern und Quaken war teilweise so laut, dass man sein eigenes Wort nicht verstand. Wahnsinn. 😳











