Ometepe

2. Mai 2026 Nicaragua

Hallo aus Nicaragua 👋!

Die Anreise hierher war ein tagesfüllendes Programm: Wieder sechs Stunden öde Busfahrt durch Costa Rica, dafür ein – für Nicaraguas schlechten Ruf fast schon rasend schneller – Grenzübergang und anschließend knapp eine Stunde Busfahrt bis zum Verkehrsknotenpunkt Rivas. Dort boten uns zahlreiche aufmerksame Taxifahrer an, uns für einen horrenden Preis die verbleibenden vier Kilometer bis zum Fährhafen zu fahren. „Gewieft“ und kostenbewusst wie wir waren, lehnten wir freundlich ab und liefen langsam in Richtung Hafen – in der Hoffnung, den nächsten vorbeifahrenden (Chicken‑)Bus zu erwischen.

Naja … und da liefen sie und liefen sie … immer schön mit ihrem gesamten Gepäck in der sengenden Nachmittagssonne … die ganzen vier Kilometer. Denn ein Bus kam keiner vorbei. 🥴 Wie bestellt und nicht abgeholt – aber gut, verbuchen wir es mal unter „geschadet hat es uns nicht“. 🤣 Die anschließende einstündige Fährfahrt saßen wir dann noch auf einer A‑Backe ab und schon waren wir da. 😎 Mit „da“ meinen wir Ometepe – einen Ort der Superlative: Ometepe ist weltweit die größte vulkanische Insel in einem Süßwassersee, bestehend aus zwei Vulkanen, die der Insel ihre charakteristische „Acht‑Form“ verleihen. Egal in welche Richtung man schaute, ein Vulkan war immer im Blickfeld. 😳 Der Nicaragua‑See wiederum ist der größte See Mittelamerikas und der drittgrößte in Lateinamerika. Er beherbergt sage und schreibe rund 400 Inseln. Verrückt! 😳

Auf Ometepe sammelten wir unsere ersten Eindrücke von Nicaragua und stellten direkt fest, wie anders das Leben hier im Vergleich zum benachbarten Costa Rica ist. Es ist ländlicher, der Lebensstandard deutlich niedriger, die Menschen dafür umso herzlicher. Pferde und Fahrräder sind noch gängige Fortbewegungsmittel, und die gesamte Infrastruktur ist bei weitem nicht so ausgebaut wie beim südlichen Nachbarn.

Wir liehen uns einen Roller, packten einen kleinen Rucksack und machten die Insel für ein paar Tage unsicher. Wir zuckelten über teils unbefestigte Straßen, badeten im See, wanderten zu einem Wasserfall und genossen die Ausblicke auf die beiden Vulkane – besonders bei Sonnenuntergang. Ein sehr entspannter Einstieg in unser neues Reiseland. 😎

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