Vancouver Island IV

2. Juni 2026 Kanada

HeimspielNach einem Zwischenstopp mit reichlich Fisch‑Tacos und Meeresfrüchten in Mexiko‑Stadt landeten wir in Vancouver. Wir wurden mit Sonne empfangen – dennoch betrug der Temperaturunterschied satte –25 Grad. Willkommen im kanadischen Frühling.

Wir fühlten uns sofort wieder heimisch: Den Weg vom Flughafen zur Fähre sowie die Überfahrt zur Insel kennen wir inzwischen wie unsere Westentasche. In Nanaimo wurden wir von unseren lieben Freunden Bill & Penny abgeholt und wie immer rundum umsorgt. Was für ein schönes Wiedersehen – mit den beiden und natürlich mit unserer Vandy.

Die nächsten Tage verbrachten wir mit Putzen, Einräumen, Reparieren (vor allem der Campertür), neue Gadgets einbauen und natürlich mit Bill und Penny. Danach besuchten wir noch unsere Freunde Kathy und Peter am Lake Cowichan und durften dort erneut ihr wunderschönes Grundstück direkt am Ufer genießen.

Nach einer Woche waren wir abfahrbereit und brachen auf, um den Norden Vancouver Islands zu erkunden. 2003, während unseres ersten Kanada‑Urlaubs, waren wir zwar schon einmal dort, sind damals aber auf dem Weg zur Fähre nur schnell durchgefahren. Daher wollten wir die „wilde Seite“ der Insel diesmal richtig entdecken.

Außerdem leckte unsere Vandy am Getriebe – und das wollten wir auf der „Testfahrt“ genauer beobachten, bevor wir richtig loslegten. Das Thema hatten wir in der Vergangenheit schon öfter. Es hatte sich bisher immer wieder von selbst erledigt, und bis dato hatten wir keinen Mechaniker gefunden, der das Problem angehen wollte.

So fuhren wir bis Port McNeill und entdeckten wunderschöne Stellplätze an der Küste bei Elk Bay und Naka Creek, wo wir Seelöwen, Robben und vorbeifahrende Kreuzfahrtschiffe beobachteten. Für Wale waren wir leider etwas zu früh dran. Sehr idyllisch standen wir auch am Nimpkish Lake und am Upper Campbell Lake. Wir genossen die Sonne, unternahmen kurze Wanderungen und liebten einfach das Campen in der freien Natur.

Was allerdings nicht so gut mitspielte wie das Wetter, war unser Getriebe. Das Leck wurde immer stärker, und somit war schnell klar, dass wir es so bald wie möglich reparieren lassen müssen. Eine Werkstatt zu finden, die bereit war, eine so umfangreiche Reparatur an einem alten Fahrzeug vorzunehmen und zeitnah einen Termin frei hatte, war jedoch schwierig.

Zum Glück fanden wir schließlich einen fähigen Mechaniker – ein echter Glücksgriff. Innerhalb eines Tages wartete er unser Getriebe, stellte fest, dass tatsächlich nur ein Dichtring nicht mehr tat, was er sollte, und am Abend waren wir bereits wieder on Tour. Juchuuuhh!

Wir verbrachten noch einen schönen Abend mit Bill und Penny und nahmen dann am nächsten Morgen bei schönstem Wetter die Fähre aufs Festland. Und dabei winkten uns sogar noch ein paar Buckelwale hinterher. Besser hätte es kaum laufen können. 😎

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