Yellowstone-NP
Wir hatten den Yellowstone Nationalpark ja schon zweimal geplant und standen letztes Jahr sogar fast vor den Toren, hatten uns dann jedoch aufgrund von Wetter, Schneelage und gesperrten Passstraßen gegen einen Besuch entschieden. Nun, beim dritten Anlauf, sollte es endlich soweit sein. Wir deckten uns noch mit einem guten Vorrat an Lebensmitteln ein und fuhren bei schönstem Sonnenschein in den Park, in dem wir aufgrund seiner schieren Größe einige Tage verbringen wollten.
Den Sonnenschein am ersten Tag nutzten wir direkt richtig aus und sahen uns den berühmten spuckenden Geysir Old Faithful sowie einige andere, teils in unglaublichen Farben schimmernde, geothermale Quellen an. Gut geplant – denn das Wetter der nächsten Tage machte einem April alle Ehre: Sonne, Wolken, Wind, Regen, Hagel, Schnee und enorme Temperaturschwankungen. Einige Bergpässe waren sogar für 2 Tage aufgrund des Schnees gesperrt. Wahnsinn. 😳
Aber wir machten das Beste daraus, nutzten jedes Schönwetterfenster bzw. jede trockene Phase und passten unser Tagesprogramm entsprechend an. Und wenn wir „Programm“ sagen, dann meinen wir das auch – unsere Tage waren lang. Der Park bietet so viele Highlights, und an jeder Ecke wartet ein genialer Ausblick oder ein kurzer Wanderweg in unglaubliche Landschaften. Die Tage vergingen wie im Flug, und wir fielen abends todmüde und voller neuer Eindrücke ins Bett.
Unser Bett bzw. unseren Schlafplatz fanden wir übrigens jeweils außerhalb des Parks, da die Nationalpark‑Campingplätze größtenteils noch saisonal geschlossen waren und wir die verfügbaren, recht teuren Plätze nicht ansprechend fanden.
Wir nehmen es gleich vorweg: Der Nationalpark hat uns umgehauen und unsere Erwartungen haushoch übertroffen.
Wir hätten nicht gedacht, dass uns Geysire, blubbernde Schlammlöcher und heiße Quellen so faszinieren könnten. Aber es dampft, qualmt und grollt nicht nur überall – der Park hat zudem liebliche (Fluss‑)Täler, saftig grüne Wiesen, Wasserfälle, Seen, Gebirgspässe und eine fantastische Tierwelt zu bieten. Vor allem die unzähligen Bisons, die teils in großen Herden direkt am Straßenrand grasten, sorgten immer wieder für längere Staus und Verzögerungen. Aber für so einen ausgewachsenen Bullen, der in aller Ruhe die Straßenseite wechselt, wartet man einfach gerne. 😅
Wir haben in unseren sieben Tagen so viel gesehen und so viele Fotos geschossen, dass wir nun einfach mal mit den Tagen 1–3 und den folgenden Bereichen beginnen:
Geyser Country mit dem bekannten Old Faithful, der so unglaublich regelmäßig und kalkulierbar seine Fontäne meterhoch in den Himmel katapultiert, und der Grand Prismatic Spring, deren Farbspiel einfach unwirklich ist. Außerdem das Norris Geyser Basin – eine dampfende Mondlandschaft und das heißeste, älteste und dynamischste Becken des Parks.
Mammoth Country mit den riesigen, terrassenförmigen Hot‑Springs‑Kalksteinformationen.











































