Semuc Champey

8. März 2023 Guatemala

In Antigua fühlten wir uns pudelwohl. Das lag vor allem auch daran, dass wir uns mit unseren Nachbarn auf dem Stellplatz der Touristenpolizei super verstanden. Daher fiel uns der Abschied, vor allem von Isa (unserer französischen Hippie-Oma im türkisen VW Bus) und von der griechischen Weltenbummler-Familie unseres Mitwanderers Akis, schon sehr schwer. Aber wir wollten ja noch etwas sehen vom Land.

Unsere Reise führte uns vorbei an der Hauptstadt wieder mehr ins hügelige Landesinnere. Die Landschaft veränderte sich – vom Großstadtmoloch gelangten wir zu hoch gelegenen Nebelwäldern, um dann im Tal wieder warme Temperaturen und tropische Pflanzen zu finden.

In Lanquin fanden wir einen Stellplatz direkt am Fluss und neben einer Höhle, aus der bei Abenddämmerung Tausende von Fledermäusen ausströmten. Am nächsten Morgen nahmen wir uns ein Sammeltaxi, das uns zum 12 km entfernten Wasserfall Semuc Champey brachte. Die Fahrt dorthin dauerte wegen diverser Straßensperrungen und des schlechten Zustandes der Schotterpiste 1,5 Stunden…

Die türkisgrünen Wasserbecken waren die Anreise aber auf jeden Fall wert. Der Fluss Rio Cahabon, der die Becken speist, fließt unterirdisch hindurch und tritt unter den Becken wieder aus dem Felsen aus. Daher der Name Semuc Champey: dort, wo das Wasser verschwindet. Nachdem wir ausgiebig geplanscht und uns abgekühlt hatten, nahmen wir wieder ein Taxi zurück in den Ort. Diesmal saßen wir nicht bequem auf der Rücksitzbank eines Pickups, sondern standen standesgemäß auf der Ladefläche und ließen uns wieder nach oben zuckeln. 

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